Guter Käse ist ein lebendiges Produkt – er reift weiter, atmet und nimmt Gerüche an. Mit ein paar einfachen Regeln hält er länger und schmeckt deutlich besser.
1. Atmen lassen, nicht ersticken
Käse gehört nicht in Frischhaltefolie – darunter schwitzt er. Besser in Käse- oder Butterbrotpapier wickeln, notfalls Pergament, und locker in eine Dose. So bleibt er feucht, ohne zu schimmeln.
2. Jeder Käse an seinen Platz
Das wärmste Fach im Kühlschrank (meist oben oder in der Tür) ist für Käse am besten – ideal sind 8 bis 12 Grad. Kräftige und milde Sorten getrennt lagern, sonst wandert das Aroma.
3. Rechtzeitig herausnehmen
Käse braucht Zimmertemperatur, um sein Aroma zu zeigen. Hartkäse 60 Minuten, Weichkäse 30 bis 45 Minuten vor dem Servieren aus der Kühlung nehmen – kalt schmeckt er flach.
4. Richtig anschneiden
Von der Mitte zum Rand schneiden, damit jeder ein Stück vom milderen Kern und von der kräftigen Rinde bekommt. Für jede kräftige Sorte ein eigenes Messer, sonst vermischt sich der Geschmack.
5. Die richtige Begleitung
Zu jungem Käse passt ein frischer Weißwein, zu gereiftem Hartkäse ein kräftiger Roter oder etwas Süße wie Feigensenf. Brot und Trauben runden die Platte ab.
Für die Käseplatte: unser 24 Monate gereifter Bergkäse und der Weichkäse mit Trüffel.
Kocht nach den Rezeptbüchern seiner Familie – seit 1675 in Hamburg. Hier teilt er jede Woche einen Kniff aus der Küche und ein Rezept zum Nachkochen.
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